15. Dresdner Brunnentag


Der Brunnentag findet seit 1999 jedes Jahr am ersten Sonnabend im Mai statt. Auf wechselnden Routen gelangen die zahlreichen Brunnenfreunde aus Dresden und Umgebung zu den über 300 zum Teil geschichtsträchtigen Wasserspielen der Stadt. Wie der Amtsleiter Herr Thiel erläuterte, hat die Landeshauptstadt Dresden den Dresdner Brunnentag als einen wesentlichen Bestandteil der Präsentation zum Europawettbewerb „Entente Florale“, welcher in diesem Jahr, neben zahlreichen anderen Veranstaltungen stattfindet, aufgenommen. Die Veranstaltung, und die netten Überraschungen sind den fleißigen Organisatoren sehr gut gelungen.

Seinen Anfang nahm der Brunnentag in Prohlis am Pusteblumenbrunnen. Sehr interessant war für alle die Geschichte des Pusteblumenbrunnens, ehemals auf der Prager Straße, sein nicht fachgerechter Abbau nach der Zerstörung der wassertechnischen Anlage durch die Flut im Jahr 2002. Der gesamte Brunnen mit einer neuen wassertechnischen Anlage, wurde nach seiner Einlagerung in Prohlis wieder aufgebaut. Es kostete sehr viel Mühe, die Pusteblumen und Pilze wieder handwerklich so hinzubekommen, das sie dem Original entsprachen.

Leider gab es nach der Inbetriebnahme zahlreiche Sachbeschädigungen, welche aber den Ausführungen zur Folge mit der Zeit weniger geworden sind. Leider wurden die Bemühungen der ehrenamtlich tätigen Prohliser Bürger, so z.B. dem sozialen Netzwerk "Fairmacherstammtisch", die ständig um eine Verbesserung der Ordnung am Brunnen bemüht sind, nicht gewürdigt. Nach der feierlichen Einleitung des Brunnentages, mit musikalischer Umrahmung ging dann die Fahrt mit Shuttelbussen nach Großsedlitz zum Barockgarten. In drei Gruppen aufgeteilt, erklärten sachkundige Führer die Brunnenanlagen des Barockgartens, die Gartengestaltung und deren Geschichte. Kleinen Anekdoten umrahmt von musikalischen Darbietungen verliehen dem Ganzen etwas Besonderes.

So erfuhren die Teilnehmer etwas über vollendete und unvollendete Brunnen, wie das „Steinerne Meer „. Dieser Brunnen, der von Figuren die vier Elemente und von damals 4 bekannten Erdteilen flankiert ist, nie Wasser gesehen hatte und beispielsweise den rekonstruierten Brunnen „Stille Musik“.(siehe Foto). Interessant war , wie 1726 in Köttewitz das Müglitzwasser mittels hydraulischen Hebewerk , durch Bleiröhren in einem auf dem Berg bei Großsedlitz installierten Wasserbehälter gepumpt wurde um die Wasserspiele zu versorgen und vieles mehr. An dieser Stelle sei nochmals herzlichen Dank an alle Akteure und Organisatoren gesagt. Der 15.Dresdner Brunnentag war wieder ein tolles Erlebnis. H.K.


Pusteblumenbrunnen

Barockgarten

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